Manuel Menrath

Manuel Menrath (Dr. phil.) (*1974), geboren in Luzern, ist Historiker am Historischen Seminar der Universität Luzern, und Leiter des Museums «Haus zum Dolder» in Beromünster.

Von 1998 bis 2006 arbeitete er als Sekundarlehrer in Beromünster. In den Jahren 2007 und 2008 hatte er ein Mandat als Kultur- und Eventmanager für die Burg Zug, Kulturhistorisches Museum von Stadt und Kanton Zug. Er hat an der Universität Luzern die Fächer Geschichte, Philosophie und Religionswissenschaft studiert und mit der Lizentiatsarbeit: „Des Spahis à Triengen – Internierung afrikanischer Soldaten im Jahr 1940″ sein Studium 2008 abgeschlossen.

2016 erhielt er den Opus Primum Förderpreis der deutschen Volkswagen Stiftung für sein Buch «Mission Sitting Bull» (Schöningh 2016). Darin setzt er sich mit der Bekehrung der Sioux durch Benediktiner aus Einsiedeln auseinander. In seinem folgenden Buch «Unter dem Nordlicht» (Galiani 2020) berichtet er über die Geschichte und Kultur indigener Nationen im Norden Kanadas.

Manuel Menraths aufmerksames und modernes Geschichtsverständnis, seine Erfahrungen mit den indigenen Kulturen Nordamerikas und Kanadas, ist eine grosse Bereicherung für das Team Nienetwil, zu dem er im Frühling 2021 gestossen ist.

 

== Forschung ==
Menrath befasst sich seit seiner Dissertation mit der neueren Geschichte der [[Indigene Völker|indigenen Völker]] Nordamerikas und forscht zur Geschichte der [[Cree]] (Eeyou) und Ojibway ([[Anishinabe]]) im nördlichen Ontario in Kanada.

Das neueste Buch Menraths “Unter dem Nordlicht“ behandelt die Geschichte der indigenen Völker Kanadas, insbesondere die gesamte Thematik rund um die [[Residential School]]s. Nach Erscheinen des Buches wurde das Thema auch in Dokumentationen im Radio und Fernsehen aufgenommen.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/manuel-menrath

https://www.srf.ch/die-leidvolle-geschichte-der-kanadischen-indianer

== Werke ==
* 2020: “Unter dem Nordlicht. Indianer aus Kanada erzählen von ihrem Land.“ Köln, ISBN 978-3-86971-216-1
* 2017: “Mission Sitting Bull: The Cultural Conquest of the Sioux and Their Varied Response.“ Morgantown, ISBN 978-3-030-01625-8
* 2016: “Mission Sitting Bull: Die Geschichte der katholischen Sioux.“ Paderborn, ISBN 978-3-506-78379-0
* 2012 (als Hrsg.): “Afrika im Blick. Afrikabilder im deutschsprachigen Raum, 1870–1970.“ Zürich, ISBN 978-3-0340-1137-2
* 2010: “Exotische Soldaten und ehrbare Töchter: Triengen 1940 – Afrikanische Spahis in der Schweiz.“ Zürich, ISBN 978-3-280-06120-6

== Auszeichnungen ==
Die Publikation “Mission Sitting Bull“ wurde von der [[Volkswagenstiftung]] mit dem OpusPrimum als beste Dissertation im deutschsprachigen Raum des Jahres 2016 ausgezeichnet.<ref>[[Förderpreis Opus Primum]]</ref>