Inhaltsverzeichnis CRN 2-2021-1

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Editorial

von Petra Meyer


Einleitung der Herausgeber – Utopie als Gesellschaftsdesign

von David J. Krieger und Simon Meyer

Design ist in allen Lebensbereichen omnipräsent und alles bestimmend geworden. Deshalb soll dessen utopisches Potenzial als das kreative Hervorbringen von Neuem diskutiert werden. Hierfür bietet die Forschung über Nienetwil – die Utopie, die überall ist – wichtige Einsichten und Anhaltspunkte für die Zukunft.


Peter Friedrich Stephan über Design

von David J. Krieger

Ein zentraler Text von Peter Friedrich Stephan, Professor für Transformationsdesign an der Kunsthochschule für Medien in K ln, bietet einen theoretischen Einstieg ins Thema.
Stephan ist einer der wenigen Designer, die den erweiterten Designbegriff und das Utopische am Design ernst nehmen. Er vertritt die These, dass Designer sehr wohl auch eine umfassende soziale Verantwortung tragen, warnt aber zugleich davor, sie als eine Art Superhelden zu betrachten.


Das Ende von Arbeit und der Anfang von Design

von Amot Nussquammer jun.

Nussquammer, dessen Mutter Miribal Ciséan die Anfänge der Kybernetik miterlebte, wurde sehr früh für die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz sensibilisiert. Er stellte sich eine Gesellschaft vor, in der Roboter die Arbeit verrichten und Menschen sich anderen Aktivitäten widmen – zum Beispiel dem, was Nussquammer als Kunst bzw. kreative Tätigkeiten aller Art betrachtete. Da seine Idee von Kunst mit der Lösung von praktischen Problemen in der Welt verknüpft und nicht blosse «l’art pour l’art» war, kam er auf den Vergleich von kreativem Schaffen mit Design. In seine Forschungen floss unverkennbar auch Gedankengut aus der Nienetwiler Kultur ein.


Biografie Amot Nussquammer jun.

von David J. Krieger

Die kurze Biografie von Amot Nussquammer jun. stellt eine der wichtigen Persönlichkeiten der Nienetwiler Forschung vor und gibt einen Einblick in das Leben eines ungewöhnlichen Wissenschaftlers. Der Fokus liegt dabei auf Nussquammers Studienjahren an der Universität von Chicago, da in dieser Phase seines Lebens die meisten seiner wissenschaftlichen Arbeiten entstanden sind.


Briefwechsel Nussquammer – Arbogast

von Amot Nussquammer sen. und d’Aciel Arbogast zum Thema Dinge (gabe)
und Bildung (tobe) und deren Bedeutung für das Verst ndnis menschlichen
Handelns als Design

Die beiden Forschungskollegen Amot Nussquammer sen. und d’Aciel Arbogast I. tauschten sich in den Jahren 1901/02 in einem angeregten Briefwechsel aus über die Themen Dinge und Bildung und deren Bedeutung für das Verständnis des menschlichen Handelns als Design. Der autodidaktische Universalgelehrte Arbogast beschreibt das Thema seitens der Skandaj aus der Nienetwiler Kultur und lässt die Alaju-Wörter «be», «gabe» und «tobe» einfliessen, während Amot Nussquammer sen. aus Sicht der Philosophie und Anthropologie argumentiert.


Alaju: Die Wörter «be», «gabe», «tobe»

von Nomis Arbogast

Der Artikel geht auf die Alaju-Wörter «be» (Möglichkeit), «gabe» (die Dinge; alles, was nicht Mensch ist) und «tobe» (Bildung) ein, da sie einen tiefen Einblick in das Gesellschaftssystem und Denken der Nienetwiler Kultur geben.


Grabungsbericht und Fundinterpretation N1/1 «Skandi-Stein»

von Hermann Tobler und Nomis Arbogast

1946 wurde bei der Grabung «Nienetwil 1» ein sogenannter «Skandi-Stein» gefunden – ein Stein also, in den eine stilisierte Hand geritzt ist. Die Skandi-Steine hatten in der Nienetwiler Kultur eine grosse Bedeutung, wie Prof. Dr. Nomis Arbogast in seinem Grabungsbericht erläutert.


Biografie Patrizia Am Rhyn

von Petra Meyer

Der insbesondere monetäre Einsatz von Patrizia Am Rhyn (1868 bis 1934) für die Nienetwiler Forschung kann nicht hoch genug bewertet werden. So förderte und unterstützte sie den ungefähr gleichaltrigen d’Aciel Arbogast I. durch die Finanzierung mehrerer Grabungen und drückte mehr als einmal ein Auge zu, als dessen Forschungsreisen in teure und abenteuerliche Expeditionen ausarteten. Manchmal bezahlte sie auch schlicht und einfach die Miete seines Apartements in Paris. Die Biografie stellt Patrizia Am Rhyn als zurückhaltende Frau vor, die stets herzlich mit Nienetwil verbunden war.


The Alaju Settlement

von Miribal Ciséan

(Teil 2) Im letzten Heft, den CRN N°1 2020-1, war der erste Teil der Autobiografie von Miribal Ciséan publiziert. Auf eine Kurzzusammenfassung folgt in diesem Heft der zweite Teil. Er nimmt die Lesenden mit in das Paris der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Miribal Ciséan berichtet darin von der Bekanntschaft mit Aciel Arbogast und der Sprache der Skandaj, über Spionage gegen das sich ausbreitende Gedankengut des Rechtsnationalismus und davon, wie sie erfahren hat, wer ihr leiblicher Vater ist.


Ausblick CRN N° 3-2021/2

Die Nummer 3 der CRN widmet sich dem Mysterium der Macht. Es gibt viele Theorien über Macht, aber die Frage, was Macht ist, bleibt unbeantwortet oder zumindest unbestimmt und immer umstritten. Was ist Macht? Woher kommt sie? Wie wirkt sie in der Welt und warum wirkt sie so und nicht anders?


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